Michael Mann

Die größten Meister, die größten Nieten, ihre Filme, ihre Leben.

Moderator: Detlef P.

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Detlef P.
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Michael Mann

Beitrag von Detlef P. »

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"Nach dem Besuch der Universität von Wisconsin zieht Michael Mann nach London um dort 7 Jahre lang an der London International Film School zu studieren. Nach dem Abschluss kehrt er zurück in die USA und schreibt dort Drehbücher für verschiedene Fernsehserien (darunter Starsky und Hutch, Bronk und Vegas).

1979 dreht er mit dem Gefängnis-Drama Ein Mann kämpft allein seinen ersten Spielfilm für das Fernsehen. 1981 wagt er den Sprung auf die Kinoleinwand mit Der Einzelgänger. Der Film über einen Einbrecher, der aus einer Verbrecherorganisation aussteigen will bringt ihm im gleichen Jahr eine Nominierung für die Goldene Palme beim Filmfestival Cannes ein. 1983 dreht er den Mystery-Film Die unheimliche Macht mit Jürgen Prochnow und Ian McKellen.

Mit dem Thriller Blutmond dreht er im Jahr 1986 den ersten Teil der Hannibal Lecter-Reihe nach dem Roman Roter Drache von Thomas Harris. Der Film wurde aber weitestgehend ignoriert und war ein finanzieller Flop (einem Budget von 15 Millionen US-Dollar standen Einnahmen von nur 10 Millionen US-Dollar gegenüber).

Michael Mann konzentriert sich in der Folgezeit auf die Produktion von Fernsehserien. So arbeitet er unter anderem bei der Serie Miami Vice als ausführender Produzent. Es dauert etwa sechs Jahre, bis er wieder einen Versuch an einem Spielfilm unternimmt – das Kriegsdrama Der letzte Mohikaner von 1992 erweist sich als Erfolg an den Kinokassen und bei den Kritikern. Er gewinnt unter anderem einen Oscar für den Besten Ton und zwei BAFTA-Awards für Beste Kamera und Bestes Make-Up.

Angespornt durch diesen Erfolg verfilmt er das Drehbuch zum Fernsehserienpilotfilm L.A. Takedown 1995 als Heat mit Al Pacino und Robert De Niro in den Hauptrollen. Obwohl der Film in den USA nicht so gut läuft, ist sein Erfolg in Europa umso größer.

Mann wendet sich von da an komplett der Regie von Kinofilmen zu und dreht 1999 Insider über einen Journalisten, der zusammen mit einem ehemaligen Manager dunkle Machenschaften der Tabak-Industrie aufdeckt. Der Film wird in diesem Jahr für insgesamt sieben Oscars nominiert, geht allerdings bei der Verleihung leer aus.

Das Biopic Ali über den Boxer Cassius Clay (gespielt von Will Smith) teilt dieses Schicksal, beide Filme floppen an den Kinokassen (Ali spielt bei einem Budget von 130 Mio. US-Dollar weltweit nur 90 Mio. US-Dollar ein, The Insider bei einem Budget von 90 Mio. US-Dollar nur 60 Mio. US-Dollar).

Mann kehrt 2004 mit dem Action-Thriller Collateral auf die Kinoleinwand zurück und landet einen großen Erfolg bei Kritik und Zuschauern, der Film spielt das dreifache seiner Produktionskosten ein. Große Beachtung findet hier die Tatsache, dass er bis auf wenige Szenen den Film mit digitalen Kinokameras von Sony und Thomson auf HDCAM drehte, wie auch seine weiteren Filme.

Michael Mann legt sehr viel Wert auf die Kamera-Arbeit und nimmt daher oft selber die Kamera in die Hand. So filmte er zum Beispiel in Heat etwa 60% des Films selbst. Da er zudem bei seinen Filmen oft das Drehbuch schreibt, wird er von einigen Filmkritikern als moderner Autorenfilmer bezeichnet.

2006 wurde seine Kino-Version der Fernsehserie Miami Vice veröffentlicht, die das Filmfestival Locarno 2006 eröffnete.

Mann ist seit 1974 verheiratet und hat vier Kinder." (www.wikipedia.de)


Filmographie:

1981 - Der Einzelgänger
1983 - Die unheimliche Macht
1986 - Blutmond
1992 - Der letzte Mohikaner
1995 - Heat
1999 - Insider
2001 - Ali
2004 - Collateral
2006 - Miami Vice
2009 - Public Enemies

Ich kenne mittlerweile fünf seiner Filme. Passabel bis gut waren allerdings nur "Collateral" und "Insider". "Blutmond", "Der letzte Mohikaner" und "Heat" waren nicht so mein Fall.
Für mich ist er ein Regisseur, der eher auf eine ansprechende Optik als alles andere achtet. Und diese hat er besonders bei "Blutmond" vollkommen überstrapaziert.


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Voland
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Beitrag von Voland »

Sagte ich schon mal, dass ich Mann für einen großen und überschätzten Stümper halte?


Ich bin für geistige Zensur. Filme werden moralisch und politisch begutachtet, aber die Dummheit darf passieren.
[René Clair]
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