Zurück zum Italowestern
Verfasst: So 30. Apr 2006, 14:05
Seit langer Zeit sah ich wieder einmal einen "richtigen" Italo-Western. Klar, Bud Spencer und Terence Hill streunen zwischenzeitlich auch durch die Prärie. Doch sofern es nicht ihre Frühwerke sind spreche ich nicht von richtigem Italo-Western.
Es gibt auch einen Mann, der für mich unweigerlich mit dieser Gattung Film verbunden ist: Franco Nero. Der Mann mit den durchdringenden Augen und dem tödlichen Auftreten.
So also hatte ich mal wieder die Gelegenheit einen derartigen Film zu sehen. Und siehe da, ich wurde keineswegs enttäuscht. Ganz im Gegenteil sogar! Beim Zuschneiden habe ich ein wenig vom Film mitbekommen und da ist mir die Musik gleich mal negativ aufgefallen. Solche Musik in einem Western? Das klang sehr ungewohnt und war mir gleich zuwider. Doch ich sollte mich täuschen.
Der Film beginnt wie gewöhnlich, wenn man sowas sagen kann. Auf jeden Fall sehr eindrucksvoll und "dreckig". Dazu diese Musik. Oder besser gesagt: diese Songs. Was sollte das? Aber mittlerweile klang es gar nicht so abwegig und unpassend. Nein, ganz im Gegenteil. Es passte sogar sehr gut. Vor allem sollte man sich nicht berieseln lassen, sondern man sollte zuhören. Denn die Sängerin ist die Erzählerin in diesem Film. Ob es besser gewesen wäre, den Gesang ebenfalls zu synchronisieren weiß ich nicht. Mir gefiel es im Original recht gut.
Es dauerte dann ja auch nicht lange und man konnte Keoma bewundern. Tja, so würde ich auch gerne mal auftreten. Gegen diesen Mann mit rotem Stirnband sieht der andere Mann mit rotem Stirnband ja aus wie ein schwaches Würstchen. Für mich wäre der Mann wohl der Inbegriff von Männlichkeit - somit nimmt er unweigerlich auch den Platz eines Idols ein. Komischerweise haben Männer immer andere Ansichten von Männlichkeit als Frauen...
Ich war auch sehr überrascht von der Qualität des Films. Die Kameraarbeit bzw. die gesamte visuelle Aufbereitung des Films hat mich ein wenig sprachlos gemacht. So dreckig der Film auch oberflächlich wirkte - er war letztendlich doch ein richtiger Hochglanzfilm. Die Farbgebung und die Darstellung der einzelnen Szenen hat mir sehr gefallen.
Und als zum ersten Mal dann das Blut auch noch so richtig spritzte war ich ebenfalls überrascht. Sowas sieht man ja im Fernsehen nicht sehr oft. Da wird sogar bei Popo Sieben mehr weggeschnitten. Aber bei ARTE läuft das ja unter dem Schutzmantel der Kunst. Das gefällt mir. Ich bin die ständigen Beschneidungen nämlich schon leid. Da würde doch auch ein "Kinder, weg vom TV, jetzt kommt ein Männerfilm" reichen - so wie es ARTE in etwa gemacht hat.
Ich bin zwar kein Fan von blutigen Filmen, doch sollte es schon ein wenig realistischer zugehen bzw. nicht offensichtlich zensiert sein. Vor allem nicht so, wie ich kürzlich bei einer dieser Talkshow-Zusammenschnitten sah. Denn die Amis scheinen sogar die Mäuler zu verwischen, wenn jemand was Böses sagt. Aber genug, ich versau mir mit dem Käse meinen Keoma-Artikel.
Die Story ist ja letztendlich recht banal und schnell umrissen. Aber was tut das schon? In der Kürze liegt doch genauso die Würze. Bei "Keoma" ist vor allem die sichtbare Darbietung der wertvolle Part. Gefiel mir äußerst gut und hat mir sogar wieder Lust auf Django gemacht. Dass ich dann aber doch "Convoy" geschaut habe ist eine andere Geschichte...
Es gibt auch einen Mann, der für mich unweigerlich mit dieser Gattung Film verbunden ist: Franco Nero. Der Mann mit den durchdringenden Augen und dem tödlichen Auftreten.
So also hatte ich mal wieder die Gelegenheit einen derartigen Film zu sehen. Und siehe da, ich wurde keineswegs enttäuscht. Ganz im Gegenteil sogar! Beim Zuschneiden habe ich ein wenig vom Film mitbekommen und da ist mir die Musik gleich mal negativ aufgefallen. Solche Musik in einem Western? Das klang sehr ungewohnt und war mir gleich zuwider. Doch ich sollte mich täuschen.
Der Film beginnt wie gewöhnlich, wenn man sowas sagen kann. Auf jeden Fall sehr eindrucksvoll und "dreckig". Dazu diese Musik. Oder besser gesagt: diese Songs. Was sollte das? Aber mittlerweile klang es gar nicht so abwegig und unpassend. Nein, ganz im Gegenteil. Es passte sogar sehr gut. Vor allem sollte man sich nicht berieseln lassen, sondern man sollte zuhören. Denn die Sängerin ist die Erzählerin in diesem Film. Ob es besser gewesen wäre, den Gesang ebenfalls zu synchronisieren weiß ich nicht. Mir gefiel es im Original recht gut.
Es dauerte dann ja auch nicht lange und man konnte Keoma bewundern. Tja, so würde ich auch gerne mal auftreten. Gegen diesen Mann mit rotem Stirnband sieht der andere Mann mit rotem Stirnband ja aus wie ein schwaches Würstchen. Für mich wäre der Mann wohl der Inbegriff von Männlichkeit - somit nimmt er unweigerlich auch den Platz eines Idols ein. Komischerweise haben Männer immer andere Ansichten von Männlichkeit als Frauen...
Ich war auch sehr überrascht von der Qualität des Films. Die Kameraarbeit bzw. die gesamte visuelle Aufbereitung des Films hat mich ein wenig sprachlos gemacht. So dreckig der Film auch oberflächlich wirkte - er war letztendlich doch ein richtiger Hochglanzfilm. Die Farbgebung und die Darstellung der einzelnen Szenen hat mir sehr gefallen.
Und als zum ersten Mal dann das Blut auch noch so richtig spritzte war ich ebenfalls überrascht. Sowas sieht man ja im Fernsehen nicht sehr oft. Da wird sogar bei Popo Sieben mehr weggeschnitten. Aber bei ARTE läuft das ja unter dem Schutzmantel der Kunst. Das gefällt mir. Ich bin die ständigen Beschneidungen nämlich schon leid. Da würde doch auch ein "Kinder, weg vom TV, jetzt kommt ein Männerfilm" reichen - so wie es ARTE in etwa gemacht hat.
Ich bin zwar kein Fan von blutigen Filmen, doch sollte es schon ein wenig realistischer zugehen bzw. nicht offensichtlich zensiert sein. Vor allem nicht so, wie ich kürzlich bei einer dieser Talkshow-Zusammenschnitten sah. Denn die Amis scheinen sogar die Mäuler zu verwischen, wenn jemand was Böses sagt. Aber genug, ich versau mir mit dem Käse meinen Keoma-Artikel.
Die Story ist ja letztendlich recht banal und schnell umrissen. Aber was tut das schon? In der Kürze liegt doch genauso die Würze. Bei "Keoma" ist vor allem die sichtbare Darbietung der wertvolle Part. Gefiel mir äußerst gut und hat mir sogar wieder Lust auf Django gemacht. Dass ich dann aber doch "Convoy" geschaut habe ist eine andere Geschichte...