Exhibitionistische und erschreckende Bilder von Haneke
Verfasst: Fr 15. Apr 2005, 17:08
Wie weit geht die Liebe? Was ist man bereit für seine Angebetete bzw. seinen Angebeteten zu tun?
Michael Haneke jagt seine beiden Hauptdarsteller durch harte Prüfungen. Dabei achtet er auch vor allem auf eine reale Umsetzung, die schon mit Beginn des Films die wohl wichtigste Frage bei derartigen Themen beantwortet. Warum ist Erika Kohut noch bei ihrer Mutter?
Erika Kohut, die ihr Leben lang von ihrer Mutter abhängig ist, hat längst die Folgen einer derartigen Mutter/Tochter-Beziehung getragen. Sie ist unfähig, selbstständig zu fühlen, zu lieben. Mittlerweile benötigt sie Tadelungen wie ihr täglich Brot und findet noch dazu einen Mann, der den Platz ihrer Mutter einnehmen soll.
Doch der beiden Vorstellungen von einer Beziehung mit dem jeweils anderen sind verschiedener als es sein kann.
Isabelle Huppert liefert uns eine erschreckende Darstellung der Erika Kohut und beweist wieder einmal ihr Talent. Ihr Spiel bohrt sich in die Seele und man möchte ihr helfen. Doch will sie sich helfen lassen? Will sie überhaupt, dass ihr Walter hilft? Wenn er dann letztendlich ihre Vorstellungen in die Tat umsetzt, hat sie dann nicht schon unter Qualen versucht seine Art und Weise der Liebe anzunehmen?
Man fragt sich immer wieder, ob diese Bilder der Leidenschaft überhaupt etwas mit Leidenschaft zu tun haben, oder ob sie schlicht und einfach Nötigung sind.
Mit „Die Klavierspielerin“ liegt uns ein Film voll von Perversitäten, Verlangen und womöglich einer Überwindung, die am Ende ihr Ziel verfehlt hat, vor.
Michael Haneke jagt seine beiden Hauptdarsteller durch harte Prüfungen. Dabei achtet er auch vor allem auf eine reale Umsetzung, die schon mit Beginn des Films die wohl wichtigste Frage bei derartigen Themen beantwortet. Warum ist Erika Kohut noch bei ihrer Mutter?
Erika Kohut, die ihr Leben lang von ihrer Mutter abhängig ist, hat längst die Folgen einer derartigen Mutter/Tochter-Beziehung getragen. Sie ist unfähig, selbstständig zu fühlen, zu lieben. Mittlerweile benötigt sie Tadelungen wie ihr täglich Brot und findet noch dazu einen Mann, der den Platz ihrer Mutter einnehmen soll.
Doch der beiden Vorstellungen von einer Beziehung mit dem jeweils anderen sind verschiedener als es sein kann.
Isabelle Huppert liefert uns eine erschreckende Darstellung der Erika Kohut und beweist wieder einmal ihr Talent. Ihr Spiel bohrt sich in die Seele und man möchte ihr helfen. Doch will sie sich helfen lassen? Will sie überhaupt, dass ihr Walter hilft? Wenn er dann letztendlich ihre Vorstellungen in die Tat umsetzt, hat sie dann nicht schon unter Qualen versucht seine Art und Weise der Liebe anzunehmen?
Man fragt sich immer wieder, ob diese Bilder der Leidenschaft überhaupt etwas mit Leidenschaft zu tun haben, oder ob sie schlicht und einfach Nötigung sind.
Mit „Die Klavierspielerin“ liegt uns ein Film voll von Perversitäten, Verlangen und womöglich einer Überwindung, die am Ende ihr Ziel verfehlt hat, vor.